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Jeder Wintersportler kennt die angenehme Wärme bei Umgebungstemperaturen unter Null Grad und fragt sich wie das geht. Das ist nur möglich, durch die Infrarotstrahlung der Sonne. Wenn Infrarotstrahlen auf eine Oberfläche treffen, wird Energie in Form von Wärme freigesetzt. Durch Kernfusion produziert die Sonne eine enorme Menge Energie. Die Sonne strahlt diese Energie in verschiedenen Wellenlängen aus. Zu diesem Strahlungsspektrum gehören u.a. Ultraviolettstrahlung, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung. Die Erdoberfläche wird tagsüber durch den Infrarotanteil der Sonnenstrahlen aufgewärmt. Nachts kühlt die Erde ab, indem sie die Wärme in Form der Infrarotstrahlung wieder abgibt.

 

Wenn Infrarotstrahlen auf eine Oberfläche treffen, wird Energie in Form von Wärme freigesetzt. Grundsätzlich gibt jedes Objekt mit einer Temperatur über dem absoluten Nullpunkt elektromagnetische Wärmestrahlung ab. Das Vibrieren der Atome ist hierbei proportional zu der Temperatur des Objekts. Die Strahlungsintensität nimmt proportional zu der Vibration der Atome in dem Objekt zu. Je kürzer die Wellenlänge ist, desto größer ist die Energie der Strahlung. Wenn Infrarotstrahlen auf eine Oberfläche treffen, wird die Strahlungsenergie von den Oberflächenatomen, unabhängig von der Lufttemperatur aufgenommen. Dies erklärt, weshalb Wintersportler sich bei relativ niedrigen Außentemperaturen herrlich sonnen können und dabei angenehme Wärme empfinden.

 

Wärme fließt immer von hohen Temperaturen hin zu niedrigen Temperaturen. Die Wärmeübertragung findet durch Leitfähigkeit, Konvektion oder Strahlung statt. Die Antriebskraft hierbei ist die Temperaturdifferenz. Die Wärmeübertragungsmechanismen Konvektion und Strahlung sind bei der Raumerhitzung anzutreffen. Im Gegensatz zur Konvektion wird bei der Wärmeübertragung durch Strahlung kein Konduktor (bei Konvektionsheizungen die Raumluft) benötigt. Bei Infrarotheizung wird die Wärme erst direkt an Objekte abgegeben und sekundär an die Umgebungsluft. Der Vorteil ist, dass der Mensch sich hierbei bei einer relativ niedrigen Temperatur schneller behaglich fühlt, als bei einer Konvektionserwärmung.